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Titelbild: Marketing für Elektriker: Warum dein Telefon klingelt — aber die falschen Leute dran sind
Marketing für Elektriker

Marketing für Elektriker: Warum dein Telefon klingelt — aber die falschen Leute dran sind

Steckdose locker, Lampe kaputt, FI raus um 22 Uhr — Anfragen hast du genug. Was fehlt, sind die PV-Anlagen, Wallboxen, Smart-Home-Projekte und die Hausverwaltung mit dem Wartungsvertrag. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du dein Marketing so umdrehst, dass die richtigen Aufträge anrufen — und nicht der Nachbar, dem das Bad nicht warm wird.

14 Min. Lesezeit

„Anika, ich brauche kein Marketing. Mein Telefon klingelt von morgens bis abends."

Den Satz höre ich von kaum einem Gewerk so oft wie von Elektrikern. Und stimmt ja auch. Wenn irgendwo die Sicherung rausfliegt, das Licht nicht angeht oder die Wallbox spinnt, wird angerufen. Sofort. Egal welche Uhrzeit. Egal welcher Tag.

Aber dann, meistens nach einer kurzen Pause, kommt der zweite Satz. Und der klingt immer ungefähr so: „Nur — die richtig guten Aufträge gehen woanders hin. PV-Anlagen, Wallboxen, Smart Home. Die landen alle bei den zwei, drei Kollegen in der Region, die irgendwie immer ganz oben in Google stehen. Wir kriegen den Krimskrams. Und einen Azubi finden wir seit zwei Jahren nicht."

Genau hier fängt das an, worüber wir reden müssen.

Dein Problem ist nicht, dass das Telefon zu leise ist. Dein Problem ist, dass die falschen Leute dran sind. Der Hausbesitzer mit 11 kWp plus Speicher plus Wallbox ruft eben nicht spontan zwischen Tür und Angel an. Der vergleicht. Erst Google, dann drei Websites, dann Bewertungen, dann vielleicht noch eine Anfrage über Check24 oder DAA, damit er ein Gefühl für Preise bekommt. Erst danach entscheidet er, wer überhaupt kommen darf, um zu messen. Wenn du in diesem Prozess nicht auftauchst — oder schlechter aussiehst als der Kollege zwei Straßen weiter —, bekommst du diesen Auftrag nicht. Auch dann nicht, wenn du der bessere Elektriker bist.

Bei Hausverwaltungen ist es noch krasser. Da entscheidet keiner mehr nach Gefühl. Da wird gegoogelt: „Elektriker Wartungsvertrag [Stadt]". Und wer dort nicht in den ersten fünf Treffern steht, existiert für diesen Auftrag schlicht nicht. Egal, wie lange du den Betrieb schon hast.

Ich arbeite seit Jahren ausschließlich mit Handwerksbetrieben — Schwerpunkt Elektriker — und habe in dieser Zeit über vierzig Elektrobetriebe von innen gesehen. Solo-Selbstständige mit reinem PV-Fokus, Meisterbetriebe mit 25 Mann und eigener Servicemannschaft, alles dazwischen. Was ich gleich gerne mit dir teilen möchte, ist die Essenz daraus.

Die nächsten vierzehn Minuten sind keine Marketing-Theorie. Es ist die ehrliche Antwort auf die Frage, die mir Elektriker fast wöchentlich stellen: „Was muss ich konkret tun, damit endlich die richtigen Leute anrufen?" Sieben Hebel. Eine klare Reihenfolge. Kein Bullshit, kein Agentur-Vokabular, keine 30-seitige Strategie-PDF.

Am Ende hast du einen Plan, den du am nächsten Samstag anfangen kannst. Versprochen.

Kapitel 01Warum klassisches Marketing für Elektriker nicht mehr reicht — und was die guten Aufträge wirklich bringt

Wenn ich mit Elektrobetrieben rede, kommt früher oder später dieser Satz: „Wir haben jahrelang im Wochenblatt inseriert, Magnetschilder am Auto, Mundpropaganda. Hat immer gereicht."

Und das Schöne ist: Da ist viel Wahres dran. Der beschriftete Servicewagen, der täglich durch dein Einzugsgebiet fährt — das ist Marketing. Sichtbar, regional, vertrauensbildend. Die saubere Anzeige im Wochenblatt, die Oma am Frühstückstisch sieht, bevor sie ihrem Sohn beim Sonntagskaffee von dir erzählt — auch Marketing. Empfehlungen sowieso. Das hat funktioniert, das funktioniert weiter, und niemand sollte das wegwerfen.

Der Punkt ist nur: Für die richtig guten Aufträge reicht das heute nicht mehr.

Weil die anders ablaufen.

Stell dir den typischen PV-Kunden vor. Einfamilienhaus, fünfundvierzig, Geschäftsführer im Mittelstand. Frau will eine PV-Anlage, weil die Stromrechnung weh tut. Er sagt: „Klar, lass uns mal gucken." Was passiert dann? Sitzt nicht etwa am Telefon und ruft drei Elektriker an, die ihm der Schwager empfohlen hat. Falsch. Er sitzt um halb zehn abends auf der Couch mit dem Tablet, googelt „PV-Anlage [seine Stadt] Kosten" und arbeitet sich durch die ersten fünf Treffer. Liest Bewertungen. Schaut sich an, was die Betriebe sonst noch machen. Vergleicht Referenzen. Trägt sich vielleicht noch bei einer Vergleichsplattform ein, um drei Angebote zu bekommen. Und erst am nächsten Tag — wenn er sich ein Bild gemacht hat — entscheidet er, wer überhaupt kommen darf.

Wenn du in seinem Couch-Recherche-Moment nicht stattfindest, bist du raus. Ohne dass du es jemals merkst. Du wirst nie wissen, dass dieser Auftrag bei dir hätte landen können. Er klingelt einfach nie bei dir an.

Bei Gewerbekunden wird es noch deutlicher. Die Hausverwaltung mit 40 Wohnungen, die einen festen Elektriker für E-Check, kleine Reparaturen und Wartungen sucht — die googelt. Pure und einfache Sache. „Elektriker [Stadt] Wartungsvertrag" oder „E-Check Hausverwaltung [Region]". Die nehmen die ersten drei, vier Treffer auf die Shortlist und fragen dort an. Wer auf Platz acht steht, ist nicht „weniger gut" — der existiert für diesen Auftrag einfach nicht.

Und das sind genau die Aufträge, die einen Elektrobetrieb stabil machen. Wartungsverträge sind planbarer Umsatz, jeden Monat, ohne Akquise. PV-Anlagen sind hohe Auftragswerte mit ordentlichen Margen, wenn man sauber arbeitet. Smart Home und Speicher sind die Wachstumsfelder der nächsten zehn Jahre.

Der dritte Bereich, an den keiner denkt, wenn er „Marketing" hört: Mitarbeiter. Der junge Geselle, der wechselbereit ist, schaut sich vor seiner Bewerbung euren Online-Auftritt an. Genauso der 17-Jährige, der überlegt, ob er bei euch die Ausbildung anfängt. Wenn die Website ausschaut wie 2009, kein Instagram da ist und auf der „Karriere"-Seite (sofern es überhaupt eine gibt) nur „Wir suchen Elektroniker (m/w/d). Bewerbung an info@…" steht — dann bewirbt er sich beim Nächsten. Nicht weil er euch nicht gut findet. Sondern weil er gar nicht erst auf die Idee kommt, dass es da was Vernünftiges geben könnte.

Das Gute an dieser ganzen Geschichte: Was du tun musst, ist günstiger als die Wochenblatt-Anzeigen. Zielgenauer. Messbar. Und es zerstört nichts, was du bisher gemacht hast — es addiert sich dazu. Du musst nicht ganz Deutschland erreichen. Du musst die zwölf Hausbesitzer in deinen drei Wunsch-Orten erreichen, die in den nächsten Wochen über PV nachdenken. Mehr nicht.

Genau das schauen wir uns jetzt an.

Das Telefon eines Elektrikers klingelt immer. Die Frage ist nur, ob die 80-Euro-Steckdose dran ist oder die 22.000-Euro-PV-Anlage. Genau das entscheidet das Marketing — nicht das Handwerk.

— Anika Wachter

Kapitel 02Der 90-Tage-Plan: Was du an welchem Wochenende anpacken solltest

„Anika, ich versteh jetzt, was ich tun müsste. Aber wo zum Henker fang ich an, ohne dass ich nach drei Wochen aufgebe?"

Verstanden. Die Frage stellen mir Elektriker häufiger als jede andere. Und sie ist berechtigt, weil das Internet voll ist mit „Top 27 Tipps für Handwerker-Marketing". Wer das liest, fängt überall an, wird nirgends fertig und gibt frustriert auf.

Deshalb arbeite ich mit allen meinen Kunden in genau derselben Reihenfolge. Wie auf der Baustelle: erst Hausanschluss, dann Verteilung, dann die einzelnen Stromkreise. Wer mit der Steuerung anfängt, bevor der Zähler hängt, darf zweimal arbeiten. Marketing ist da nicht anders.

Die Logik ist simpel. Monat eins: Fundament. Du machst dein Google Business Profile sauber, fängst an, Bewertungen einzusammeln, und prüfst deine Website auf die wichtigsten Schwächen (Ladezeit, mobile Darstellung, klickbare Telefonnummer). Monat zwei: Sichtbarkeit. Du baust deine Website so um, dass PV, Wallbox, Smart Home und E-Check jeweils eine eigene Seite haben, jede mit Ortsbezug. Monat drei: Skalierung. Jetzt — und erst jetzt — kommt Google Ads ins Spiel, gezielt auf die hochmargigen Leistungen. Parallel baust du dein Recruiting-Marketing auf und stellst Tracking ein, damit du nach den nächsten drei Monaten weißt, was tatsächlich Aufträge bringt.

Wenn du diese Reihenfolge einhältst, passiert ungefähr Folgendes: Ab Woche sechs merkst du, dass das Telefon anders klingelt. Ab Woche zehn siehst du es in den Zahlen. Ab Woche zwölf hast du die ersten neuen Aufträge in den Bereichen, in denen du sie haben willst. Das ist kein Versprechen vom Marketing-Berater — das ist Erfahrungswert aus über vierzig Audits. Vorausgesetzt, du springst keine Schritte.

Zeit, die du brauchst: zwei bis vier Stunden in der Woche im ersten Monat, danach ein bis zwei. Klingt machbar — und ist es auch, selbst wenn du selber noch auf der Baustelle stehst. Wichtiger als die Stunden ist Kontinuität. Lieber jede Woche eine Stunde als alle sechs Wochen ein Marathon-Samstag, nach dem nichts hängenbleibt.

90 Tage. 7 Schritte. So legst du los.

  • Woche 1–2: Google Business Profile aufräumen — jede Leistung einzeln pflegen (PV, Wallbox, Smart Home, E-Check, Notdienst), nicht alles unter „Elektriker" verstecken
  • Woche 2–4: WhatsApp-Vorlage für Bewertungen schreiben und konsequent nach jedem Auftrag rausschicken — Ziel: 20 Bewertungen, Schnitt mindestens 4,7
  • Woche 3–5: Website auf dem Handy aufmachen und ehrlich prüfen — wenn sie über 3 Sekunden lädt oder die Telefonnummer nicht klickbar ist: handeln
  • Woche 5–7: Pro Hauptleistung eine eigene Unterseite, mit Stadt- oder Ortsbezug — keine Mischmasch-Leistungsseite mehr
  • Woche 7–9: Erster Google-Ads-Test, 300–500 € auf gezielt PV oder Wallbox — nicht auf „Elektriker [Stadt]" allgemein
  • Woche 9–11: Karriere-Seite ehrlich aufsetzen (mit Lohn!), Handyvideo vom Chef drehen, Instagram-Account anlegen — auch wenn er anfangs leer aussieht
  • Woche 11–13: Pro Anfrage Quelle und Leistungsart erfassen — am besten in einer simplen Excel-Tabelle, ausgefüllt vom Büro

Kapitel 03Warum 2026 das Jahr ist, in dem sich Elektriker entscheiden müssen

Es gibt Branchen, in denen sich nicht viel ändert. Das Elektrohandwerk gehört aktuell nicht dazu. Photovoltaik, Wallboxen, Wärmepumpen-Verkabelung, Smart Home, Speicher — die Nachfrage in den nächsten Jahren ist riesig. Wer als lokaler Elektrobetrieb sichtbar ist, hat 2026 die beste Ausgangslage seit Jahrzehnten.

Gleichzeitig drängen neue Akteure rein. Online-PV-Vermittler. Überregionale Installateure mit Werbebudgets, gegen die du als Lokalbetrieb nicht ankommst, wenn du nichts tust. Energieversorger, die ihren Kunden gleich die ganze Anlage mitverkaufen wollen. Vergleichsplattformen, die Anfragen für 80–120 € pro Stück an Betriebe verkaufen — meistens an drei gleichzeitig, mit allem, was an Preisdruck dazugehört.

Die Folge: Wer als lokaler Elektrobetrieb 2026 nicht selbst sichtbar ist, wird Teil von genau diesem Plattform-System. Anfragen kommen — aber teuer eingekauft, schlecht qualifiziert, mit Wettbewerb von zwei anderen Bietern auf demselben Lead. Die Margen brechen weg, das Telefon klingelt zwar, aber jeder zweite Auftrag wird nicht beauftragt, weil die Frau Schmidt um die Ecke fünfhundert Euro billiger ist.

Wer dagegen jetzt — in den nächsten sechs Monaten — sein eigenes Marketing aufbaut, gewinnt einen Vorsprung, den die anderen jahrelang nicht mehr aufholen werden. Weil Google bestehende Rankings honoriert. Weil eingesammelte Bewertungen nicht verschwinden. Weil ein gut gepflegtes GBP nicht zurückfällt, sobald es einmal oben ist.

Die vier Zahlen, die ich gleich zeige, zeige ich in jedem Beratungsgespräch mit Elektrobetrieben. Nicht zum Druckaufbau. Sondern damit klar ist, dass das hier keine Geschmacksfrage mehr ist.

94 %
der Privatkunden suchen ihren Elektriker zuerst online — bei PV und Wallbox sind es nahezu 100 %
70 %
aller Klicks gehen an die Top 3 der lokalen Suche — Platz 5 sieht praktisch niemand
höhere Anfragequote bei 20+ Bewertungen gegenüber Betrieben mit weniger als 5
22 k€
durchschnittlicher Auftragswert PV mit Speicher — eine einzige Anfrage finanziert dein Marketing für Monate

Kapitel 04Die 7 Hebel, die im Elektrohandwerk wirklich Aufträge bringen

Es gibt im Marketing für Elektriker zwanzig Dinge, die man machen kann. Sieben davon machen den Unterschied. Der Rest ist Beiwerk oder Zeitverschwendung — auch wenn dir Agenturen das anders verkaufen wollen.

Die folgende Reihenfolge ist nicht zufällig. Sie ist nach Aufwand-zu-Wirkung sortiert. Hebel eins ist der, der dir am schnellsten messbar mehr Anfragen bringt. Hebel sieben ist der, ohne den du langfristig nicht weißt, was eigentlich funktioniert.

Mein Vorschlag: Lies dir alle sieben durch, finde den Punkt, an dem du gerade am wahrscheinlichsten hängst — und fang dort an. Nicht alles auf einmal. Einer pro Monat, sauber. Das schlägt sieben halbherzig in vier Wochen.

Hebel 1: Das Google Business Profile — dein wichtigster Außenposten

Wenn du nur eine einzige Sache aus diesem Artikel umsetzt, dann diese. Das Google Business Profile (früher Google My Business) ist der kostenlose Eintrag, der dich in Google Maps und in der lokalen Suche sichtbar macht. Über 90 % der zusätzlichen Anrufe, die meine Kunden im ersten Quartal nach einer GBP-Optimierung bekommen, kommen genau hier durch. Für Elektriker ist ein Punkt entscheidend, den die meisten falsch machen: Pflege deine Leistungen einzeln. Photovoltaik als eigener Eintrag. Wallbox-Installation als eigener Eintrag. Smart Home. E-Check. Elektroinstallation. Notdienst. Google rankt dich für jede dieser Leistungen separat. Wer nur „Elektriker" als Kategorie hat und alles in einen Topf wirft, lässt drei Viertel der möglichen Sichtbarkeit auf der Straße liegen. Dazu: 15 bis 25 echte Fotos. Vom Servicewagen, vom Team beim Mittagessen, von einer fertigen Verteilung, von einer Wallbox an der Hauswand, von einem PV-Dach. Nichts gestelltes, nichts mit Filter. Zwei kurze Beiträge im Monat („Heute eine 11-kWp-Anlage in [Ort] in Betrieb genommen"). Vollständige Erreichbarkeiten inklusive Notdienst. Setup: zwei Stunden, einmalig. Pflege: zehn Minuten in der Woche. Wirkung: höher als alles andere, was du in den nächsten drei Monaten machen wirst.

Hebel 2: Bewertungen — ohne die geht 2026 nichts mehr

Bei einer PV-Anlage für 22.000 Euro vergleicht jeder Privatkunde. Und wer vergleicht, schaut zuerst auf die Sterne. Nicht auf den Text. Auf die Zahl davor. 4,9 mit 47 Bewertungen schlägt 4,7 mit 8 Bewertungen — selbst wenn du fachlich der bessere Betrieb bist. Die Faustregel, die ich allen meinen Kunden gebe: mindestens 20 Bewertungen, Schnitt 4,7 oder besser. Wer das hat, gewinnt im lokalen Ranking fast automatisch und behauptet sich auch gegen Vermittlungsplattformen. Wie kommst du da hin? Mit einem simplen System. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag — am gleichen Tag, spätestens am nächsten — geht eine kurze WhatsApp raus. Drei Sätze, freundlich, mit direktem Link zur Bewertungsseite. Bei Privatkunden funktioniert das hervorragend, weil sie genau dann zufrieden sind, wenn das Licht wieder geht oder die Wallbox läuft. Bei größeren Projekten (PV, Smart Home) fragst du am Tag der Inbetriebnahme persönlich. Nicht aufdringlich. Einmal. Wer Nein sagt, bekommt nicht mehr gefragt. Der Punkt, den fast alle vergessen — und der wichtiger ist als das Einsammeln selbst: Antworte auf jede Bewertung. Innerhalb einer Woche. Persönlich, kurz, mit Bezug auf den Auftrag. Bei einer negativen Bewertung bleib ruhig, frag nach, biete eine Lösung an. Andere Interessenten lesen mit. Eine gut beantwortete Drei-Sterne-Bewertung kann mehr Kunden bringen als zehn Fünf-Sterner mit „Klasse Arbeit, gerne wieder."

Hebel 3: Die Website — getrennte Seiten statt Mischmasch-Salat

Der häufigste Fehler bei Elektriker-Websites: eine einzige „Leistungen"-Seite, auf der alles drauf ist. Elektroinstallation, PV, Wallbox, Smart Home, E-Check, Notdienst, irgendwo unten noch Industrieanlagen und vielleicht Brandmeldetechnik. Für Google ist diese Seite zu nichts richtig nutzbar. Sie rankt für nichts gut. Und für den Besucher, der eine PV-Anlage will, ist sie genauso wenig hilfreich — er muss sich durch sechs andere Themen lesen, bevor er das findet, was ihn interessiert. Die Lösung ist genauso simpel wie effektiv: pro Hauptleistung eine eigene Seite. „Photovoltaik in [Stadt]". „Wallbox-Installation in [Stadt]". „Smart Home für Einfamilienhäuser". „E-Check für Hausverwaltungen und Gewerbe". Jede Seite mit eigener Überschrift, eigenen Inhalten, zwei, drei konkreten Referenzen, einer ehrlichen Preisspanne (wenn möglich), einem klaren Call-to-Action. Mehr als fünf bis sieben solcher Hauptseiten brauchst du nicht. Dazu die Basics, die für Elektriker besonders zählen: Ladezeit auf dem Handy unter drei Sekunden. Telefonnummer immer klickbar und immer sichtbar — bei Elektrikern wird sehr viel angerufen. WhatsApp-Button für Privatkunden, weil die jüngeren Kunden ungern telefonieren. Notdienst-Button prominent, weil das oft die erste Anlaufstelle ist und Vertrauen schafft. Kontaktformular mit drei Feldern. Nicht mit fünfzehn. Und, fast wichtiger als alles andere: echte Fotos auf der Über-uns-Seite. Team vor der Halle, Chef im Werkstattkittel, Mannschaft auf dem Dach. Stockfotos sind tot. Jeder erkennt sie sofort. Lieber ein leicht unscharfes Handyfoto vom richtigen Team als ein perfektes Bild von Models, die noch nie einen Schraubendreher in der Hand hatten.

Hebel 4: Lokales SEO — gefunden werden, wo deine Kunden wohnen

Lokales SEO ist im Marketing für Elektriker einer der am stärksten unterschätzten Hebel. Nicht so schnell wirksam wie Google Ads. Nicht so spektakulär wie ein neues Logo. Aber auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten der vielleicht höchste ROI von allem, was du tun kannst. Worum geht es? Darum, dass deine Website und dein GBP genau für die Suchen ranken, mit denen deine Kunden tatsächlich googeln. Niemand sucht „Elektriker". Gesucht wird „Elektriker Köln-Sülz". „Wallbox installieren Bergisch Gladbach". „PV-Anlage Pulheim Kosten". „E-Check Hausverwaltung Düsseldorf". Drei Stellschrauben, die im Elektrohandwerk besonders gut funktionieren. Erstens: deine Leistungsseiten mit Ortsbezug bauen. Idealerweise pro wichtigem Ort eine eigene Variante. Klingt nach Arbeit — ist es auch — aber es lohnt sich. Zweitens: saubere, einheitliche Daten überall im Netz. Name, Adresse, Telefonnummer müssen auf Website, Impressum, GBP, Branchenbüchern exakt gleich stehen. Auch ein „GmbH" einmal mit und einmal ohne kostet dich Sichtbarkeit. Drittens: Blogartikel, die echte Kundenfragen beantworten. „Was kostet eine 10-kWp-PV-Anlage 2026 wirklich?" „Wallbox 11 kW oder 22 kW — was lohnt sich für wen?" „E-Check für Vermieter — wann ist er Pflicht, wann nicht?". Drei, vier dieser Artikel im Quartal, gut geschrieben, bringen Traffic, der vorher gar nicht da war. Geduld brauchst du. Die ersten Effekte siehst du nach acht bis zwölf Wochen. Die echten Sprünge nach vier bis sechs Monaten. Aber wer drei Konkurrenten in seinem Einzugsgebiet damit überholt, sichert sich einen Vorsprung für Jahre — weil Google bestehende Rankings honoriert und die anderen es viel schwerer haben, hochzukommen, wenn du erstmal oben sitzt.

Hebel 5: Google Ads — der Turbo, gerade für PV und Wallbox

Google Ads ist im Marketing für Elektriker der schnellste Weg zu Anfragen. Innerhalb von 48 Stunden nach Schaltung klingelt das Telefon — vorausgesetzt, du machst es richtig. Genauso ist es aber auch der schnellste Weg, in zwei Wochen 800 Euro zu verbrennen, ohne dass eine einzige Anfrage reinkommt. Ich habe beide Versionen oft gesehen. Die Klickpreise sind je nach Leistung sehr unterschiedlich. Ein einfacher „Elektriker [Stadt]"-Klick liegt oft bei 1,50 bis 3 Euro. PV- und Wallbox-Klicks sind aktuell teurer — vier bis neun Euro, in stark umkämpften Regionen auch mal fünfzehn. Das klingt erstmal viel. Ist es aber nicht. Bei einem PV-Auftrag mit 22.000 Euro Auftragsvolumen und einer Marge, die im Installationsanteil im niedrigen vierstelligen Bereich liegt, lohnt sich auch ein teurer Klick — wenn die Conversion stimmt. Realistische Werte bei gut gemachten Kampagnen: 6 bis 12 % der Klicker werden zu Anfragen. Macht im Schnitt eine qualifizierte Anfrage für 60–120 Euro Werbekosten. Bei 25 % Abschlussquote: ein PV-Auftrag für 240–500 Euro Marketingkosten. Das ist im Elektrohandwerk eine sehr gute Quote. Was du dafür brauchst — und woran 80 % der DIY-Kampagnen scheitern: scharfes geografisches Targeting (Stadtteile oder Postleitzahlen, nicht das ganze Bundesland), eine Liste von negativen Keywords (Ausbildung, Jobs, kostenlos, Eigenleistung, gebraucht — alles, was nicht zu deiner Zielgruppe passt), eine Landingpage, die exakt zum Suchbegriff passt (die PV-Anzeige darf nicht auf die Startseite führen, sie führt auf die PV-Seite), und Anrufverfolgung, damit du weißt, was funktioniert. Mein Vorschlag: 300 bis 500 Euro Monatsbudget für sechs Wochen. Genug, um sauber zu testen. Wenn es funktioniert, ausbauen. Wenn nicht, ehrlich auswerten warum, anpassen oder das Geld in Hebel eins und vier stecken.

Hebel 6: Mitarbeitergewinnung — der vielleicht wichtigste Marketing-Hebel überhaupt

Reden wir Klartext: Was nützt der vollste Auftragsblock der Welt, wenn keine Monteure da sind, die installieren können? Offene Stellen für Elektroniker bleiben aktuell im Schnitt 230 Tage unbesetzt. Das ist nicht „eng" — das ist ein struktureller Engpass, der den Wert deines Betriebs als Ganzes infrage stellt. Die gute Nachricht: Recruiting-Marketing funktioniert für Elektrobetriebe absurd gut. Weil die Konkurrenz darin schwach ist. Wer jetzt anfängt, ist in seiner Region in einem Jahr unter den Top 3 als Arbeitgebermarke — selbst wenn er nur fünf Mann hat. Die Pflichtelemente: Eine eigene Karriere-Seite. Prominent im Hauptmenü, nicht versteckt unter „Sonstiges". Echte Fotos vom Team — vom richtigen Team, nicht von Models. Konkrete Zahlen zum Lohn. Ja, zum Lohn. „Verdienst nach Vereinbarung" ist 2026 ein No-Go. Wer das schreibt, sortiert sich selbst aus. Schreib eine ehrliche Spanne, schreib die Sonderzahlungen dazu, schreib was es noch gibt: Werkzeuggeld, Firmenwagen-Regelung, Tankkarte, Fortbildungsbudget. Dazu — und das ist der Punkt, der den Unterschied macht — ein kurzes Video. Neunzig Sekunden, mit dem Handy aufgenommen. Der Chef oder die Chefin spricht direkt in die Kamera und sagt: Warum es sich lohnt, hier zu arbeiten. Nicht auswendig gelernt. Nicht geschauspielert. Einfach drei ehrliche Sätze. Klingt banal, ist aber das, was 17-Jährige und wechselbereite Gesellen sehen wollen. Und Instagram. Nicht für Kunden — für Bewerber. Drei Posts im Monat reichen. Team beim Mittagessen, ein fertiger Verteiler, das neue Werkzeug, ein Vorher-Nachher von einer Sanierung. Authentisch, ohne Filter. Genau das ist, was 17-Jährige sehen wollen, bevor sie ihre Bewerbung schreiben. Keine Imagefilme mit Drohne und Cello-Musik. Das vergrault sie eher.

Hebel 7: Messen, was zählt — sonst ist alles nur Bauchgefühl

Der teuerste Fehler im Marketing für Elektriker: monatelang Geld und Zeit investieren — und dann nicht wissen, was davon eigentlich was gebracht hat. „Ich glaube, das mit der Website hat geholfen." Glauben hilft im Marketing genauso wenig wie auf der Baustelle. Da messen wir auch nach. Für den Anfang brauchst du keine Excel-Schlacht und keine teure Analytics-Suite. Drei einfache Dinge reichen. Erstens: eine Tracking-Telefonnummer. Kostet 5–15 Euro im Monat und zeigt dir genau, über welchen Kanal welcher Anruf reinkommt und welche Leistung gesucht wurde. Zweitens: Google Analytics, kostenlos, einmal eingerichtet. Zeigt dir, welche Seiten besucht werden und wo Besucher zu Anfragen werden. Drittens — und das ist eigentlich das Wichtigste — eine simple Tabelle. Vier Spalten: Datum, Quelle, Leistungsart (PV, Wallbox, Notdienst, E-Check, sonstiges), Auftragswert. Ausgefüllt vom Büro nach jedem Erstkontakt. Dauert pro Anfrage zwanzig Sekunden. Nach 90 Tagen hast du daraus eine ehrliche Bilanz. Und die typische Erkenntnis ist immer dieselbe: Notdienste kommen vor allem über Google rein, PV-Kunden vergleichen lange und brauchen die Website, Wartungsverträge entstehen meistens aus gezielten Anfragen oder Empfehlungen aus dem Gewerbe. Sobald du diese Mischung schwarz auf weiß hast, kannst du dein Budget verdoppeln, wo es funktioniert. Und ehrlich pausieren, wo es nicht funktioniert. Das ist der eigentliche Hebel — und der, der den Unterschied macht zwischen „wir machen jetzt mal was online" und „wir wissen, dass jeder Euro, den wir investieren, drei zurückbringt."

Kapitel 05Was du diese Woche anpacken solltest — und was nur Geld kostet

Sieben Hebel sind viel. Wenn du jetzt mit einem leicht überforderten Blick auf den Bildschirm starrst und denkst „klingt einleuchtend — aber wo fang ich Montag morgen konkret an?", hier die Kurzfassung in zwei Spalten.

Links: Sachen, die du in den nächsten 30 Tagen anpacken solltest. Egal wie groß dein Betrieb ist, egal wie viel Marketing-Vorwissen du hast. Rechts: Sachen, bei denen ich dir dringend rate, den Stecker zu ziehen. Auch wenn dir Berater, Agenturen oder Vergleichsplattformen genau das verkaufen wollen.

Das Schöne im Marketing für Elektriker: Du musst nicht alles können. Du musst nur das richtige Drittel ehrlich machen — und das andere Drittel beherzt weglassen. Wer das schafft, hat einen klaren Vorsprung vor neunzig Prozent der Mitbewerber, die immer noch versuchen, „alles bisschen" zu machen.

Do's
  • Google Business Profile diese Woche aufräumen — jede Leistung einzeln pflegen, nicht alles in einen Topf werfen
  • Eine WhatsApp-Vorlage schreiben und konsequent nach jedem Auftrag rausschicken — drei Sätze, einmal aufgesetzt, läuft jahrelang
  • Pro Hauptleistung eine eigene Seite — PV, Wallbox, Smart Home, E-Check getrennt, mit Ortsbezug
  • Karriere-Seite mit echten Zahlen, echtem Team, echtem Handyvideo — ohne Hochglanz
  • Google Ads nur dort, wo die Margen es hergeben — PV und Wallbox ja, „Elektriker [Stadt]" allgemein meistens nein
  • Jede Anfrage nach Quelle und Leistungsart erfassen — und nach 90 Tagen ehrlich auswerten
Don'ts
  • Mit Instagram-Reels und TikTok-Kundenakquise anfangen, bevor das GBP überhaupt steht
  • Achttausend Euro für einen Imagefilm ausgeben, solange Bewertungen unter 15 liegen
  • Sich von Vergleichsplattformen wie DAA, Aroundhome oder Check24 abhängig machen — die Margen verschwinden binnen weniger Monate
  • Eine einzige „Leistungen"-Seite mit allem drauf — Google liebt sie nicht, der Kunde noch weniger
  • Google Ads ohne negative Keywords schalten — das ist, als würde man den Stromzähler offen lassen
  • Glauben, dass das Notdienst-Geschäft auf Dauer trägt — die Margen sind heute schon im Keller

Kapitel 06Am Ende geht es nicht ums Telefon. Es geht darum, wer dran ist.

Wenn du dir aus diesen vierzehn Minuten einen einzigen Gedanken mitnehmen sollst, dann diesen: Dein Problem ist nicht, dass das Telefon nicht klingelt. Dein Problem ist, dass die falschen Leute dran sind. Marketing für Elektriker bedeutet 2026 nicht „mehr Anrufe". Es bedeutet „die richtigen Anrufe". PV statt Steckdose. Wallbox statt Sicherung. Wartungsvertrag statt 22-Uhr-Notdienst.

Die sieben Hebel, die wir gerade durchgegangen sind, sind nicht aus Marketing-Lehrbüchern. Sie sind das, was bei über vierzig Elektrobetrieben in den letzten Jahren tatsächlich funktioniert hat. Manchmal langsamer, manchmal schneller, manchmal mit Rückschlägen. Aber wer sie in dieser Reihenfolge sauber abarbeitet, hat nach 90 Tagen eine Marketing-Basis, die die nächsten fünf bis zehn Jahre die richtigen Aufträge bringt.

Der Meisterbetrieb aus dem Bergischen, von dem ich am Anfang erzählt habe, war anfangs auch skeptisch. „Anika, mein Telefon klingelt eh." Heute, ein Jahr später, sieht das anders aus. 65 % der Anfragen kommen aus PV, Wallbox und Smart Home — ein Jahr vorher waren es 12 %. Zwei neue Monteure eingestellt, beide haben sich beworben, weil sie über Instagram auf den Betrieb gestoßen sind. Werbebudget im letzten Jahr: rund 14.000 Euro. Mehrumsatz in den hochmargigen Bereichen: über 320.000 Euro. Das ist kein Marketing-Wunder. Das ist sauberes, ehrliches Handwerk — übertragen auf das Marketing.

Wenn du jetzt überlegst, wo du bei deinem Betrieb anfangen sollst — oder wenn du das Gefühl hast, dass du schon seit Monaten irgendwas online machst und es einfach nicht zündet — dann meld dich gerne. Ich nehme mir eine halbe Stunde Zeit, schaue mir an, wo du stehst, und sage dir ehrlich, welche drei Hebel bei dir am schnellsten was bringen. Kein Verkaufsgespräch, keine Paketangebote, keine Drucksprüche. Wenn ich denke, du brauchst mich gar nicht, sage ich dir das auch. Versprochen.

FAQHäufig gestellte Fragen

Mein Telefon klingelt sowieso. Brauche ich überhaupt Marketing?

Die Frage ist nicht, ob das Telefon klingelt — die Frage ist, wer dran ist. Wenn 80 % der Anrufe Kleinkram sind (Steckdose, Sicherung, Lampe, Notdienst) und die PV-Anlage beim Kollegen zwei Straßen weiter landet, klingelt zwar das Telefon, aber an dir laufen genau die Aufträge vorbei, die Geld bringen. Gutes Marketing für Elektriker macht nicht mehr Anrufe — es ändert, welche Anrufe reinkommen.

Was kostet Marketing für meinen Elektrobetrieb realistisch?

Zwischen 400 und 1.800 Euro im Monat, je nachdem wie groß du bist und wo du hin willst. Ein Solo-Elektriker mit Privatkunden-Fokus kommt mit 400–700 € weit. Ein Meisterbetrieb, der gezielt Wartungsverträge und PV-Großprojekte will, plant 1.000–1.800 €. Klingt viel — bis man rechnet: Eine einzige verkaufte PV-Anlage mit Speicher hat dein halbes Jahresbudget drin.

Was bringt am schnellsten Anfragen?

Google Business Profile sauber aufsetzen. Punkt. Das ist kostenlos, dauert zwei Stunden Setup und bringt bei den meisten Betrieben innerhalb von vier bis acht Wochen messbar mehr Anrufe. Danach: Bewertungen einsammeln. Dann die Website so umbauen, dass PV, Wallbox, Smart Home und E-Check jeweils eine eigene Seite haben. Erst dann macht Google Ads Sinn. Wer in umgekehrter Reihenfolge anfängt, verbrennt Geld.

Lohnt sich Instagram oder TikTok für einen Elektrobetrieb?

Für Kunden: meistens nein. Für neue Mitarbeiter und Azubis: absolut ja. Der 17-Jährige, der überlegt, Elektroniker zu werden, schaut sich euren Instagram-Account an, bevor er sich bewirbt. Wenn es keinen gibt, gibt es auch keine Bewerbung. Drei ehrliche Posts im Monat reichen — Team, Baustelle, fertige Verteilung. Keine Hochglanz-Videos. Kein Tanz.

Reicht das Google Business Profile oder brauche ich auch eine Website?

Beides — und sie spielen zusammen. Über das GBP wirst du gefunden. Auf der Website entscheidet sich, ob der Hausbesitzer mit der 20.000-Euro-PV-Anfrage anruft oder zum nächsten weitergeht. Für eine 80-Euro-Steckdose schaut keiner die Website an. Für 20.000 € schon. Sehr genau.

Wie merke ich, ob mein Marketing wirklich was bringt?

Nicht an der Anzahl der Anrufe — die kann gleich bleiben oder sogar sinken, während dein Umsatz steigt. Schau auf die Mischung: Wie viele PV-, Wallbox-, Smart-Home- und Wartungsvertrags-Anfragen hast du diesen Monat gegenüber dem Vorjahresmonat? Wenn dieser Anteil wächst, funktioniert dein Marketing — auch wenn das Telefon insgesamt nicht häufiger klingelt.

Kann ich das selber machen oder brauche ich eine Agentur?

GBP, Bewertungen, einfache Website-Pflege, Fotos hochladen, Karriere-Seite schreiben — alles selber machbar. Zwei ruhige Samstage im Büro, ehrlich durchgezogen, schlagen drei Monate halbherzige Agentur. Sobald Google Ads ins Spiel kommt, gerade für PV und Wallbox, lohnt sich Hilfe — da sind die Klickpreise hoch und Anfänger verbrennen schnell 800 Euro ohne eine einzige Anfrage.

Über die Autorin

Anika Wachter

Marketingstrategin & Webdesignerin für Elektrobetriebe

Gutes Marketing für Elektriker macht nicht das Telefon lauter. Es sortiert, wer dran ist.

Ich bin in einer Handwerkerfamilie groß geworden und mache seit Jahren nichts anderes als Marketing für Betriebe aus dem Handwerk. Mein Schwerpunkt sind Elektrobetriebe zwischen drei und dreißig Mann. Über vierzig davon habe ich in den letzten Jahren begleitet — vom Solo-Selbstständigen, der nur noch PV macht, bis zum Meisterbetrieb mit eigener Servicemannschaft für Industriekunden. Ich weiß, wie eure Kalkulation aussieht, warum Notdienste eigentlich nerven und warum ein Wartungsvertrag im Gewerbe euch nachts ruhiger schlafen lässt als zehn Privataufträge.